Weiße Wolken

Kanu

Kanu ist im allgemeinen Sprachgebrauch der Oberbegriff für zwei Bootstypen, für den Canadier und für das Kajak. Allerdings meinen viele, wenn sie vom Kanu reden, eigentlich den Canadier. Beide Bootstypen eignen sich zum Kanuwandern und jeder hat seine Vor- und Nachteile.

Kanu (Canadier) oder Kajak?

Ein Vorteil des Kajaks ist, dass man in der Regel schneller vorankommt, womit durch geringen Kraftaufwand größere Strecken zurückgelegt werden können. Allerdings sind die Zulademöglichkeiten begrenzt, sodass bei der Planung genau darauf geachtet werden muss, was auf der Kanutour benötigt wird und was nicht.

Beim Canadier geht ganz klar der Punkt an die Größe und die Zulademöglichkeit. Außerdem ist der Canadier im ruhigen Gewässer kippstabiler und kann somit auch von Leuten mit weniger Erfahrung gut gefahren werden. Das ändert sich schnell in wilderen Gewässern, denn aufgrund der offenen Form kann bei größeren Wellen Wasser hineinlaufen, was wiederum zum Kentern führen kann. Außerdem ist der Canadier aufgrund seiner Höhe und höheren Sitzposition windanfälliger.

Wir nutzen für unserer Touren immer den Canadier. Solltet ihr trotzdem lieber mit einem Kajak fahren wollen, gebt das bitte bei eurer Buchung an.

Canadier

Der heutige Canadier eignet sich hervorragend für längere Touren mit viel Gepäck. Das Boot ist nach oben offen und wird mit einem Stechpaddel gefahren. In der Regel ist die Sitzposition über der Wasserlinie, allerdings empfiehlt es sich, den Canadier kniend zu fahren. Somit liegt er stabiler im Wasser und die richtige Paddeltechnik ist einfacher auszuführen. Je nach Bauart bietet der Canadier Platz für ein bis drei Leute. Der Kanutyp hat seinen Ursprung in Nordamerika und wurde dort von den Indianern zum Transport und zur Jagd genutzt.

Hier erfährst du mehr über das Kanufahren in Schweden.

Kajak

Das Kajak bewegt man mit einem Doppelpaddel vorwärts. Anders als beim Canadier handelt es sich hier um ein geschlossenes Boot, das deutlich flacher und schmaler ist. Das ist zwar schlecht für die Kippstabilität, andererseits erzeugt es weniger Widerstand im Wasser und ist mit weniger Kraftaufwand schneller unterwegs. Es gibt verschiedene Typen von Kajaks, die jeweils auf bestimmte Einsatzbereiche zugeschnitten sind, wie zum Beispiel das Wildwasserkajak. Dieses ist sehr klein, extrem wendig und somit die beste Wahl für eine Wildwasserfahrt. Kajaks gibt es als Einzel- oder Doppelsitzer. Ihren Ursprung haben die Kajaks bei den Inuit. Sie entwickelten es als schnelles, wendiges Boot für die Jagd auf dem offenen Meer.