Feuer machen in Schweden

Es gibt nichts Schöneres, als nach einem langen Tag in der Natur sein Zelt an einem besonderen Platz aufzuschlagen und den Abend an einem wärmenden Lagerfeuer zu genießen.

Seit Urzeiten hat das Feuer eine ganz besondere Wirkung auf den Menschen. Forscher nehmen sogar an, dass die Gespräche, die am Feuer entstanden, eine wichtige Rolle für die kulturelle Entwicklung des Menschen spielten. Das können wir uns nur zu gut vorstellen: Schon unzählige Male haben wir auf unseren Touren abends am Lagerfeuer gesessen und von den Erlebnissen des Tages erzählt.

Darf ich in Schweden ein Lagerfeuer machen?

Das schwedische Jedermannsrecht erlaubt dir, in der Natur Feuer zu machen. Dabei solltest du allerdings ein paar Regeln beachten. Denn die Landschaft sollte dabei nicht zu Schaden kommen. Am besten ist es, wenn du angelegte Feuerstellen benutzt. Wenn du Glück hast, findest du hier auch fertiges Feuerholz.

Besonderheit: Die DANO gibt auf ihrer Homepage an, dass vom 1. Juni bis zum 31. August im DANO-Bereich ein Feuerverbot besteht. In diesem Zeitraum dürfen nur offiziell ausgewiesene Feuerstellen für Lagerfeuer benutzt werden

Zusammen Raus Kanutouren in Schweden (4)

Keine Feuerstelle vorhanden?

Kannst du keine angelegte Feuerstelle nutzen, musst du dir einen geeigneten Untergrund suchen. Auf Felsen solltest du kein Feuer machen, da diese unter der Hitze zerbersten können. Moosbedeckte, lockere und torfreiche Böden sind ebenfalls ungeeignet, da diese die Gefahr eines Schwelbrands bergen. Am besten nutzt du als Untergrund Kies und grenzt die Feuerstelle mit größeren Steinen von der umliegenden Fläche ab.

Bei allem, was du tust, solltest du dir vorher Gedanken darüber machen, was der Natur am wenigsten schadet.

FEUER SCHWEDEN: Sicherheitsvorkehrungen

Achtet darauf, dass umliegende Pflanzen nicht zu Schaden kommen und haltet mindestens drei Meter Abstand zu leicht brennbaren Materialien.

Halte immer ausreichend Löschwasser und einen Spaten bereit.

Bevor du ein Feuer in der Natur entfachst, solltest du dich erkundigen, ob für deine Region und den jeweiligen Zeitraum ein Feuerverbot ausgesprochen wurde. Hierzu kannst du dich an die hiesigen Touristeninformationen wenden. Es gibt auch eine App namens „BRANDRISK Ute“, welche Auskunft über Wald- und Grasbrandgefahren erteilt. Die App ist zwar auf Schwedisch, durch zahlreiche Bilder versteht man sie aber intuitiv.

Brennmaterial

Als Brennmaterial darfst du Totholz oder andere auf dem Boden liegende Brennstoffe verwenden. Ein toter Baumstumpf, der noch in der Erde ist, zählt nicht zu den geeigneten Brennmaterialien. Äste von einem lebenden Baum oder gar den ganzen Baum darfst du ebenfalls nicht verwenden. Müll und andere Dinge dürfen auch nicht verbrannt werden.

Feuer in schweden – Tipp:

Als Zündmaterial kannst du sehr gut die Rinde eines Birkenbaums nutzen. Diese enthält viel ätherisches Öl, das leicht entzündlich ist. Trockenes Moos eignet sich ebenfalls gut zum Entzünden eines Feuers.

Feuerstelle verlassen

Wenn du die Feuerstelle verlässt, solltest du darauf achten, dass das Feuer auch richtig gelöscht ist. Erst wenn du sicher bist, dass keine Glutreste mehr vorhanden sind und es keine Rauchentwicklung gibt, kannst du die Feuerstelle verlassen. Du kannst zum Löschen auch Erde nutzen und damit das Feuer ersticken. Prüfe mit deiner Hand, ob noch Restwärme vorhanden ist.

Bitte hinterlasst den Feuerplatz so, wie ihr ihn vorgefunden habt.

Notfall

Wenn das Feuer außer Kontrolle geraten ist, solltest du schnellstmöglich einen Notruf absetzen. Auch in Schweden gilt die Notrufnummer 112.

Individuelle Kanutour in Schweden beim Lagerfeuer

Feuer während der Kanutour

Natürlich bietet es sich auch während einer Kanutour in Schweden an ein Lagerfeuer zu machen. 

An vielen Anlegeplätzen besteht hierzu die Möglichkeit.