Familienreise nach Schweden bei Sonnenuntergang

Kanureisen in Schweden für Anfänger

Schweden ist ein Land voller Möglichkeiten. Doch vor allem die unberührte Natur und die zahlreichen Wasserwege ziehen viele Outdoor-Fans wie magisch an. 

Besonders beliebt in Schweden sind Kanureisen – also Kanutouren mit Übernachtungen in der Natur. Wer zum ersten Mal mit dem Kanu in Schwedens Natur unterwegs ist, ist vermutlich von der Vielzahl an Angeboten und Möglichkeiten überwältigt. Wir versuchen in diesem Beitrag etwas Ordnung in das Chaos zu bringen und euch den Start in eure Kanureise mit wertvollen Tipps und Tricks so einfach wie möglich zu machen.

Deine erste Kanureise in Schweden

Das Königreich Schweden liegt im Norden von Europa und umfasst den östlichen Teil der skandinavischen Halbinsel sowie die Inseln Öland und Gotland. Hauptstadt ist die wunderschöne Stadt Stockholm. Mit nur 25 Einwohnern pro Quadratmeter haben Touristen und Einheimische sehr viel Platz, um die vielfältige Natur zu genießen. Und die hat es in sich: 57 Prozent der Fläche Schwedens ist von Wald bedeckt und circa 9 Prozent von Wasser. Dadurch entsteht eine unglaublich artenreiche Naturlandschaft mit vielen Flüssen, Wäldern, Seen und Bergen.

Vor allem mit dem Kanu kann man diese Landschaft wunderbar entdecken. Dank des Jedermannsrechts, das es jedem Menschen erlaubt, überall in der freien Natur zu campen und sein Lager aufzuschlagen, kann man die vielfältige Landschaft mit allen Sinnen genießen. 

Wer sich fürs Kanureisen Schweden als Land aussucht, macht einfach alles richtig! Also nichts wie rein in das Kanu und lospaddeln. Bevor man das allerdings tut, sollte man sich vorher noch einige Gedanken machen.

Zusammen Raus Kanutouren Schweden

Die richtige Ausrüstung für Kanureisen in Schweden

Wer auf eine Kanureise in Schweden gehen möchte, braucht die richtige Ausrüstung, vor allem wenn man auf eigene Faust losziehen möchte. Wer nicht gleich so viel Geld ausgeben und als Anfänger auch erst einmal ins Kanufahren reinschnuppern möchte, der kann sich die richtige Ausrüstung für seine Reise ausleihen. Kanus, Paddel und Schwimmwesten gibt es bei fast allen Kanuverleihern zum Mieten. Aber auch die übrige Ausrüstung, also zum Beispiel Zelte, Schlafsäcke, Spritzdecken, Neoprenanzüge, Schuhe oder auch wasserfeste Kleidung kann man bei einigen Anbietern ausleihen. Wer lieber seine eigenen Sachen dabeihaben möchte, kann sie sich aber natürlich auch kaufen. Auch wenn die hohen Anschaffungskosten im ersten Moment abschrecken, so lohnt sich eine Investition auf jeden Fall. Denn bei guter Pflege hält qualitative Ausrüstung fast ein Leben lang. Alternativ bieten wir dir als Anbieter von Kanureisen ein Komplettpacket für deine Kanutour. 

Da man beinahe die ganze Zeit auf dem Wasser unterwegs ist und auch dazwischen meist nur in Zelten oder Campinghütten übernachtet, ist es wichtig, wasserfeste Ausrüstung dabei zu haben. Vor allem Dry Bags für Wertgegenstände, Handys, Kamera und Co. sind ein absolutes Muss.

 

Welches Boot und welche Paddel benötige ich für meine Kanureise in Schweden?

Grundsätzlich unterscheidet man beim Kanufahren zwischen zwei Arten von Booten: dem Kajak und dem Kanadier. Der größte Unterschied zwischen den beiden liegt darin, wie man das Boot fährt. Ein Kajak wird mit einem Doppelpaddel gefahren, außerdem sitzt man in ihm. Den Kanadier paddelt man meist kniend mit einem Stechpaddel, mit dem nur einseitig gepaddelt werden kann. Die Sitzposition kann dabei aber auch variieren. Kajaks gibt es in unterschiedlichen Größen je nach Zweck, es gibt beispielsweise Wildwasser- oder Seekajaks. Die Länge variiert zwischen 2,5 und 5 Metern. Der Kanadier ist mit einer Länge von mindestens 4,5 Metern deutlich größer als die meisten Kajaks.

Doch nicht nur bei den Kanus gibt es Unterschiede, auch die Paddel variieren nach Größe und Gewicht. Es gibt sowohl Holzpaddel als auch ultraleichte High-end-Leichtpaddel aus Carbonfaser. Welches Modell man lieber nimmt, ist eine Frage des Budgets und des Wohlgefühls. Für Einsteiger empfehlen sich Modelle mit Alu- oder Glasfaserstiel und PE-Blättern, die sehr robust sind. Vor allem wichtig für das perfekte Paddel ist die richtige Länge. Als groben Richtwert kann man diese Formel heranziehen: Körpergröße + 40 cm = Länge des Paddels. Allerdings gibt es viele Paddel, die sich in ihrer Länge verstellen lassen und somit perfekt an jede Person angepasst werden können.

Kanureisen in Schweden für Anfänger 1

Die Kanureise in Schweden will gut geplant sein

Wer in Schweden Kanureisen möchte, sollte sich einen guten Plan zurechtlegen – vor allem, wenn er als sein eigener Kapitän losziehen will. Da lohnt es sich, vorher eine ungefähre Streckenplanung zu machen, um schon im Vornherein schwierige Stellen wie Stromschnellen vermeiden zu können. Wer Anfänger ist, sollte aber vielleicht eher auf eine geführte Tour zurückgreifen. Dabei werden anfängergerechte Strecken ausgesucht, außerdem ist immer ein Ansprechpartner dabei, falls es Schwierigkeiten geben sollte.

Auch für die Zeitplanung sollte man sich ausreichend Gedanken machen. Denn Einsteiger unterschätzen oftmals, wie lange es dauert, eine gewisse Strecke zurückzulegen. Für den Anfang sollte man mit ca. 10 bis 15 km am Tag rechnen. Wer geübter ist, kann auch schonmal eine längere Strecke zurücklegen.

Man sollte sich auch eine Liste mit möglichen Campingplätzen zusammenstellen. Denn auch wenn Camping in der freien Natur durchaus seinen Reiz hat, zieht es einige nach kurzer Zeit doch wieder in den Komfort von Duschen, Sanitäranlagen und Co.

 

Wohin mit dem Gepäck?

Wer mit einer mehrtägigen Kanureise Schweden erkunden will, der muss einiges an Gepäck mitnehmen. Da braucht man nicht nur die Ausrüstung fürs Kanufahren, sondern auch noch Campingausrüstung und Essen sowie Kleidung zum Wechseln und eventuell Kameras und Co. für Schnappschüsse. Die meisten Tourenkajaks verfügen über ausreichend Stauraum für alle deine Sachen. In den Ladeluken kann man sperrige Gegenstände wie Zelte verstauen, während wasserdichte Packsäcke oder Kisten empfindliche Teile beherbergen und „an Deck“ untergebracht werden können. Wo man was verstaut, bedarf logischer Planung, da man so leichter an das herankommt, was man gerade braucht. Das Schöne bei einem Kanu ist: Zusätzliches Gepäck fällt hier – anders als zum Beispiel beim Wandern – kaum ins Gewicht, da das Wasser das Gepäck sozusagen mittransportiert.

Das wichtigste beim Kanureisen in Schweden ist, dass man darauf achtet, seine Sachen so trocken wie möglich zu verstauen. Dafür eignen sich Dry Bags und wasserfeste Tonnen besonders gut.

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Grundtechniken des Paddelns

Wer vorher noch nie in einem Kanu gesessen hat, sollte vor der Kanureise noch ein paar Trockenübungen machen. Am besten übt ihr auch vorher bereits, wie man „richtig“ umkippt beziehungsweise wie man danach wieder aufsteigt. So könnt ihr euch daran gewöhnen und verliert die Angst davor.

So hält man das Paddel richtig:

Mit beiden Händen das Paddel greifen und knapp über den Kopf in die Höhe halten. Ober- und Unterarme sollten einen 90-Grad-Winkel bilden – so ist die optimale Griffbreite erreicht.

So fährt man vorwärts:

Für einen effizienten Vorwärtsschlag taucht man das Paddel auf der einen Seite vorne ein und führt es parallel am Boot entlang nach hinten. Dann das Paddel aus dem Wasser nehmen und auf der anderen Seite wiederholen. Das wichtigste dabei ist, die Bewegung nicht nur mit den Unterarmen auszuführen, sondern zu Unterstützung auch den Oberkörper zu benutzen und diesen mitzudrehen.

So fährt man rückwärts:

Führt man den Vorwärtsschlag von hinten nach vorne aus, verlangsamt sich die Fahrt beziehungsweise fährt man rückwärts.

Bei geführten Touren bekommt man einen Guide an die Seite gestellt, der einen vor der Kanureise noch einmal die wichtigsten Techniken erklärt. So hat man genügend Zeit, das Paddeln zu üben.

 

Die wichtigsten Regeln für auf dem Wasser

Mit ausgiebigen Kanureisen Schweden erkunden – was gibt es Schöneres. Allerdings gibt es auch einige Regeln auf dem Wasser, die man – vor allem als Anfänger – unbedingt beachten sollte.

„Dress for water, not for air“: Auch wenn es draußen warm ist, das Wasser ist um einige Grad kälter als die Luft. Deshalb sollte man unbedingt darauf achten, sich für das Wasser anzuziehen. Denn wer einmal unfreiwillig baden geht, kann danach schnell auskühlen. Auf einer Kanutour lässt es sich außerdem nicht vermeiden, auch Spritzwasser abzubekommen. Deshalb immer unbedingt wasserfeste, warme Kleidung einpacken.

Während der Tour kann es sein, dass es regnet. Das ist nicht weiter schlimm und kommt in der Natur nun mal so vor. Gewittert es allerdings, sollte man sofort aus dem Wasser und an einem hochgelegenen Ufer „abwettern“.

Dank des Jedermannsrechts kann man die Natur Schwedens mit allen Zügen genießen. Doch auch hier gilt: „Take nothing but photos, leave nothing but footprints.“ Das heißt: Geht achtsam mit der Natur um und verlasst sie so, wie ihr sie vorgefunden habt.

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Kanureisen Schweden – Geführte Touren für Anfänger

Wenn ihr jetzt Lust darauf habt, in Schweden Kanureisen zu gehen, ihr euch aber noch unsicher seid, kommt gerne auf uns zu. Wir helfen euch bei allen Fragen rund um Kanureisen Schweden weiter und bieten euch sowohl geführte als auch individuelle Touren im wunderschönen Dalsland an. Schaut gerne in unserem Shop vorbei oder nehmt Kontakt mit uns auf. Gemeinsam erleben wir ein Abenteuer, dass ihr nie wieder vergessen werdet!